bayerischer wald 

WallfahrtsmuseumIn regelmäßigen Abständen finden im Wallfahrtsmuseum von Neukirchen b.Hl.Blut interessante Sonderausstellungen statt.


>>>>> aktuell ist das Museum bis 10. Januar 2021 geschlossen!

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 9 bis 12 und 13 bis 17 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage: 10 bis 12 und 13 bis 16 Uhr.

Sonderöffnungszeiten:
Faschingsdienstag von 9 - 12 Uhr
Karfreitag von 10 - 12 Uhr
Allerheiligen, 1. November von 10-12 Uhr
2. November bis einschl. 15. Dezember > montags von 9-13 Uhr, di-fr von 9-12 und 13-17 Uhr

Heiligabend, 24 Dezember von 10-12 Uhr
Silvester, 31. Dezember von 10-12 Uhr

Volkskunst Westböhmens (23. Juni 2010 bis 20. März 2011)

Das Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut präsentiert ab  dem 23. Juni 2010 eine besonders kostbare Ausstellung.
Volkskunst Westböhmens aus dem Nationalmuseum Prag.

Die Mitarbeiter der Ethnographischen Abteilung des berühmten Nationalmuseums Prag haben aus den umfangreichen Sammlungen über 150 historische Exponate aus Westböhmen ausgewählt, um Volkskunst und Volkskultur dieses Landstrichs vorzustellen.
HinterglasbildWestböhmen ist nicht nur im Hinblick auf die tschechische Kultur außergewöhnlich, sondern
auch als ein Gebiet, in dem sich tschechische und deutsche Kultur vermischt haben.
Die Ausstellung zeigt die Volkskultur des westböhmischen Gebiets zwischen Taus (Domažlice) und dem Egerland (Cheb) im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie informiert über die Entwicklung der Wohnung, der Inneneinrichtung, der Ausstattung des Haushalts, Trachten, Frömmigkeit und Bräuche. In der Ausstellung sind Hinterglasbilder, Heiligenfiguren, Keramik, Trachten, Möbelteile, Werkzeuge und traditionelle Objekte wie Masken, Weihnachtskrippenfiguren und Spielzeuge zu sehen. Die einzelnen Ausstellungseinheiten widmen sich dem Haus und der Volkstracht in der Umgebung von Domažlice/Taus, der Keramik im Chodenland, Hinterglasbildern und Tracht im Gebiet um Plzeň/Pilsen, Volksfrömmigkeit und Wallfahrten, dem Gebiet um Tachov/Tachau, Stříbro/Mies, Chotěšov/Chotieschau sowie dem Haus und der Volkstracht in Cheb/Eger.



Die Ausstellung wird präsentiert im Rahmen des Projekts DIALOG | MUZEUM mit Unterstützung der Europäischen Union Ziel 3 – Cíl 3 Territoriale Zusammenarbeit (INTERREG) Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
www.dialog-muzeum.eu

" 750 Jahre Klatovy/Klattau " (22. April bis 07. Oktober 2010)

In diesem Jahr erinnert die Stadt Klattau/Klatovy in der Tschechischen Republik an den 750. Jahrestag ihrer Gründung. Dieses bedeutende Ereignis wird mit einer Reihe gesellschaftlicher und kultureller Aktionen begangen. An die historischen Tatsachen erinnert nicht nur eine Ausstellung im Landeskundlichen Museum Klattau (Vlastivědné muzeum Dr. Hostaše v Klatovech), sondern auch eine Präsentation im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut in Bayern. Diese Ausstellung wird wie eine Chronik der Stadt Klattau aufbereitet. Sie soll die bayerischen Besucher mit der Geschichte der Stadt bekannt machen und an herausragende Begebenheiten erinnern, an interessante historische Ereignisse von Bedeutung für die Geschichte Böhmens. Aber auch unglückliche und tragische Momente der Stadtgeschichte verdienen Aufmerksamkeit.
Ansicht Klatovy/Klattau aus 2009
Silhouette der Stadt Klatovy / Klattau, 2009.

Die umfangreiche Ausstellung ist unterteilt in die Themenbereiche Stadtgründung und Mittelalter, Renaissance in Klatovy, Barock in Klatovy, Sitz des Bezirksamtes, Stadt der Dragoner, Textilproduktion in Klatovy, die Nelkenstadt, industrielle, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung, Klatovy zur Zeit des Tschechoslowakischen Staates, zur Zeit des Zweiten Weltkriegs und nach 1945, berühmte Persönlichkeiten aus Klatovy.
Die informative und reich bebilderte Präsentation wird ergänzt durch über hundert Exponate, etwa einem Modell des stadtbildprägenden schwarzen Turmes, Objekte aus der berühmten Barockapotheke oder Holzspielzeug.

Holzspielzeug - Sonderausstellung Klattau
Historisches Holzspielzeug aus den Beständen des Klattauer Museums


Die Ausstellung wird präsentiert im Rahmen des Projekts DIALOG | MUZEUM mit Unterstützung der Europäischen Union Ziel 3 – Cíl 3 Territoriale Zusammenarbeit (INTERREG) Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
www.dialog-muzeum.eu

EuregioDialog muzeum

" Fauna und Flora " von Norman Will-Kerry (bis 14.03.2010)

Staatsministerin Emilia Müller hat die Schirmherrschaft über die neue Ausstellung im Wallfahrtsmuseum übernommen. Es werden Ölbilder, Aquarelle, Pastelle und Gouachen des renommierten Naturmalers Norman Will-Kerry präsentiert, der 1924 in Neukirchen b. Hl. Blut geboren wurde und in München aufwuchs.
Seit frühester Kindheit verband ihn eine tiefe Liebe mit der Natur, insbesondere mit der Tierwelt. Auf Umwegen und nach Überwindung vieler Hindernisse wurde aus der Neigung zur Malerei eine Lebensaufgabe. Nach einem privaten Malstudium begann er seine Laufbahn mit Stillleben, Landschaften und Portraits. Seine alte Tierliebe brachte ihn dazu, sich mit Tierstudien zu versuchen. Professor Hirsch führte ihn in die Anatomie der Tiere ein. Studien in zoologischen Gärten und auf Reisen brachten weitere Erfahrungen. Seine Malweise wurde immer lockerer und großzügiger und er entwickelte seine eigene persönliche Ausdrucksform.
Luchs. Öl auf Leinwand. Norman Will-Kerry, 2009.Mit Professor Konrad Lorenz, dem Verhaltensforscher, war er besonders herzlich verbunden.
Auf Reisen mit Professor Bernhard Grizmek konnte er seine Studien vervollständigen.
Ebenso war es auch Professor Heinz Sielmann, der seine Bilder schätzte und eine freundschaftliche Beziehung zu Norman Will-Kerry pflegte.
Die Malerei ist noch heute Norman Will-Kerrys große Leidenschaft. Über viele Jahre entstand eine Fülle von herausragenden Bildern aus der Natur und aus dem Tierreich. Seine große Schaffenskraft zeigt sich in dieser Ausstellung zum 85. Geburtstag, bei der neue Arbeiten zu sehen sind. Seine zahlreichen Werke wurden in Europa, Japan, USA und Kanada gezeigt. Viele Bilder von Norman Will-Kerry befinden sich im Besitz von staatlichen Museen und in privaten Sammlungen im In- und Ausland.
Die Ausstellung im sehenswerten Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut kann bis 14. März 2010 besichtigt werden.

"Vergessenes Erbe - Deutsche Heimatdichtung und Heimatkunde aus Westböhmen" (07.Mai 2009 bis 06. Juni 2010)

Die Literatur-Ausstellung "Vergessenes Erbe - Deutsche Heimatdichtung und Heimatkunde aus Westböhmen" stellt einen Bereich der deutschen Kultur im Gebiet des heutigen Kreises Pilsen vor. Sie befasst sich mit literarischen, heimatkundlichen, volkskundlichen und geschichtlichen Werken einiger Persönlichkeiten, die sich dem deutsch besiedelten Teil Westböhmens widmeten.
Kulturelle Mittelpunkte waren die Kreisstädte mit den Schulen und Ämtern. Vor allem waren es Lehrer, die in verschiedenen kulturellen Vereinigungen tätig waren und sich heimatkundlichen und geschichtlichen Themen annahmen.
Von 1526-1918 war das böhmische Königreich Teil der Habsburger Monarchie.

In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts begann man, zwischen Tschechen und deutschsprachigen Bewohnern des böhmischen Königreichs zu unterscheiden. Die Sprache galt nun als Ausdruck der Identifikation mit der eigenen Nation. Als Unterscheidungsmerkmal zwischen den Nationen tauchte die Sprache erstmals 1872 bei einer Volkszählung im Rahmen der österreichen Monarchie auf. Und bereits 1880 wurde bei einer weiteren Volkszählung die Frage nach der Nationalität gestellt. Im selben Jahr wurde die tschechische Sprache mit der deutschen, die bis zu dieser Zeit die Amtssprache gewesen war, gleichgestellt. Der Zweite Weltkrieg mit Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Gebieten der Tschechoslowakei brachte schließlich das Ende des kontinuierlichen Zusammenlebens.

Die Tradition der deutschen Literatur des "Böhmerwalds"umfasst einen Zeitraum von etwa hundert Jahren, von den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts bis 1945. In Erzählungen, Novellen und Romanen tauchen erste Darstellungen der Böhmerwaldlandschaft und der bäuerlichen Welt auf; geschichtliche Themen, Sagen und volkskundliche Notizen begannen ebenso interessant zu werden wie abenteuerliche und spannende Geschichten von Wilderern, Schmugglern und Holzhauern.
Diese interessante Literatur-Ausstellung wird im Rahmen des Projekts "Dialog Museum" präsentiert, gefördert von der Europäischen Union Ziel 3 - Cil 3 Territoriale Zusammenarbeit (INTERREG), Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (ERFE). Partner des Wallfahrtsmuseums Neukirchen b.Hl.Blut sind das Museum und Galerie des Kreises Nord-Pilsen Maria Teinitz und das Chodenmuseum Taus.

Gäste bei der Ausstellungseröffnung

Gäste bei der Ausstellungseröffnung am 6. Mai 2009

v.l.n.r.: Bürgermeister Sepp Berlinger, Kulterreferentin des Landkreises Cham Dr. Bärbel Kleindorfer-Marx, Direktor des Chodenmuseums Taus Mgr. Josef Nejdl, Ratsmitglied und Referent des Kreises Pilsen Václav Koubík, Direktorin des Museums und Galerie des Kreises Nord-Pilsen Maria Teinitz Dr. Irena Bukačová, Leiter des Wallfahrtsmuseums Günther Bauernfeind M.A.

 

"Pilgerzeichen des 14. und 15. Jahrhunderts aus dem Kunstgewerbemuseum in Prag" (09.04. bis 15.11.2009)

Das Wallfahrtsmuseum Neukirchen b.Hl.Blut präsentiert ab dem 9. April 2009 ein Schmankerl: eine aus dem Kunstgewerbemuseum in Prag entliehene einmalige Sammlung von Pilgerzeichen hält in dem sehenswerten Wallfahrtsmuseum Einzug und bietet einen detaillierten Einblick in die Religiosität und Frömmingkeitsbewegung des 14. und 15. Jahrhunderts.
Als Pilgerzeichen sind solche Applikationen oder Medaillen aus Metall zu verstehen, die mit Bildnissen eines Heiligen oder eines Wallfahrtsortes versehen sind. Sie wurden meist an der Kleidung angebracht, um einerseits als Beweis für eine tatsächlich durchgeführte Wallfahrt zu dienen, andererseits als Erinnerungsstück für die bestrittene Wallfahrt und somit als Zeichen für die Frömmigkeit der Pilger. Nicht zuletzt aufgrund der ihnen zugeschriebenen Wundertätigkeit bei Krankheiten stellten die Pilgerzeichen begehrte Devotionalien für die Teilnehmer einer Wallfahrt dar.
Das Pilgerzeichenwesen erreichte im ausgehenden Mittelalter einen Höhepunkt und eröffnet Wissenschaftlern bis heute einen unschätzbaren Fundus für die Erforschung der Sozial- und Alltagsgeschichte der Wallfahrer. Zudem können durch den Abgleich der Pilgerzeichen einzelne Pilgergruppen und Reisewege im Mittelalter nachvollzogen werden. Eines der berühmtesten Beispiele hierfür liefert die sogenannte Jakobsmuschel als Abzeichen für die Wallfahrt nach Santiago de Compostella in Nordwestspanien.



Die Pilgerzeichen, die mit der Technik des Gittergusses aus einer Blei- und Zinnlegierung hergestellt wurden, sind erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt - als sie meistens bei Flussregulierungen als archäologische Funde wiederentdeckt wurden. Vor allem in der Seine in Paris wurden große Funde von Pilgerzeichen gemacht, was allerdings den zeitgleichen Anstieg von Fälschungen zur Folge hatte.
Die damit verbundene Unsicherheit, ob es sich bei neuen Funden um Originale oder aber um Replikate handelte, ließ das Interesse der Wissenschaftler an den Pilgerzeichen zunehmend erlahmen. Erst ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die Forschungen wiederaufgenommen, als durch neuartige Untersuchungen die zweifelsfreie Bewertung der Funde durchgeführt werden konnte.Pilgerzeichen Engel

Die Sammlung dieser einmaligen Raritäten beinhaltet dabei Stücke von den Funden aus der französischen Landeshauptstadt und bietet einen idealen Einblick in die fazinierende Welt des Pilgerzeichenwesens.

Interessierte Gäste sind herzlich eingeladen, die Ausstellung "Europäische Wallfahrtslandschaften im Mittelalter. Baiern - Behaim. Pilgerzeichen und Devotionalien des 14./15. Jahrhunderts aus der Sammlung des Kunstgewerbemuseums in Prag" vom 9. April bis zum 15. November 2009 zu besuchen.

Die Ausstellung entstand im Rahmen des Projekts DIALOG MUZEUM mit Unterstützung der Europäischen Union Ziel 3 - Cil 3 Territoriale Zusammenarbeit (INTERREG) Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Kulturministeriums der Tschechischen Republik im Rahmen der EU-Präsidentschaft 2009.

               

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