bayerischer wald 

WallfahrtsmuseumIn regelmäßigen Abständen finden im Wallfahrtsmuseum von Neukirchen b.Hl.Blut interessante Sonderausstellungen statt.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 9 bis 12 und 13 bis 17 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage: 10 bis 12 und 13 bis 16 Uhr.

Sonderöffnungszeiten:
Faschingsdienstag von 9 - 12 Uhr
Karfreitag von 10 - 12 Uhr
Allerheiligen, 1. November von 10-12 Uhr
2. November bis einschl. 15. Dezember > montags von 9-13 Uhr, di-fr von 9-12 und 13-17 Uhr

Heiligabend, 24 Dezember von 10-12 Uhr
Silvester, 31. Dezember von 10-12 Uhr

Land- und Forstwirtschaft im Böhmerwald (April 2013 - 27.04.2014)

Historische Fotografien aus der Sammlung Zdeněk Roučka

2011 wurde im Wallfahrtsmuseum in Neukirchen b. Hl. Blut die erfolgreiche Ausstellung „Ausflug in den Böhmerwald“ mit historischen Fotografien präsentiert. Die einzigartigenLand- und Forstwirtschaft in Böhmen Aufnahmen stammen aus dem umfangreichen Archiv des Pilsener Journalisten und Publizisten Zdeněk Roučka, der mit großem Erfolg mehrere Bildbände über den Šumava (Böhmerwald) herausgegeben hat. Die Bücher „Damals im Böhmerwald“ (2004), „Durch den Vorkriegsböhmerwald“ (2006) und „Der Böhmerwald des Karel Klostermann“ (2008) fanden sowohl bei den tschechischen als auch bei deutschen Lesern großen Anklang. Aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Museum des Marktes Neukirchen b. Hl. Blut wurde beschlossen, als weitere Aktion eine neue Ausstellung zusammenzustellen. Thematisiert werden dieses Mal Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Die Ausstellung wird ab 30. April 2013 präsentiert. Zdeněk Roučka ist kein klassischer Sammler alter Fotografien und Ansichtskarten im Original, sein großes Archiv bewahrt die Bilder in digitaler Form. Über zehn Jahre lang hat er Aufnahmen aus privaten Sammlungen, Museen und verschiedenen Archiven zusammen getragen. Liebhaber der böhmischen Geschichte werden überrascht sein von der ausgezeichneten Qualität der Fotos, die mit moderner Computer-Technologie restauriert wurden. Die neue Ausstellung zu Land- und Forstwirtschaft präsentiert Fotografien vom späten 19. Jahrhundert bis zu den Dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts. Sie begeistert mit Aufnahmen vom beschwerlichen, aber zugleich poetischen und demütigen Leben der Böhmerwäldler. Holz, Vieh, kleine Felder, Wiesen und Wälder begleiteten das Leben der einfachen Bergbewohner und gaben ihnen nicht nur Arbeit, sondern auch Brot. Mit der neuen Ausstellung einzigartiger Fotografien aus Land- und Forstwirtschaft im Wallfahrtmuseum Neukirchen b. Hl. Blut kann sich der Besucher auf eine kleine Reise in längst vergangene Zeiten begeben, kann sich lange Zeit nehmen ...
Land- und Forstwirtschaft in Böhmen

Hinterglasbilder der Neukirchner Schule (April 2013 - 15. Sept. 2013)

Made in Neukirchen:
„Hinterglasbilder der Neukirchener Schule aus dem Chodenmuseum Domažlice/Taus“.


Neukirchener Hinterglasbild
Das Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut präsentiert seit 25. April eine Ausstellung mit über 30 Hinterglasbildern aus der Sammlung des Chodenmuseums Taus. Es handelt sich um Malereien, die im 18. und 19. Jahrhundert in Neukirchen und Umgebung angefertigt wurden und die der bekannte tschechische Komponist, Pianist und Ethnograph Jindřich Jindřich (1876-1967) in seine umfangreiche volkskundliche Sammlung aufnahm. Nach seinem Tode bildete diese Sammlung den Grundstock für das Jindřich-Jindřich-Museum in Domažlice/Taus, das dem Chodenmuseum angegliedert ist und derzeit saniert wird.


Die Bilder sind der sogenannten „Neukirchener Schule“ zuzurechnen. Sie sind zum Großteil zum ersten Mal für die Öffentlichkeit zu besichtigen. Die Hinterglasmaler-Werkstätten in Neukirchen b. Hl. Blut und Haibühl erreichten überregionale Bedeutung. Das Aufblühen der hiesigen Hinterglasmalerei ist in direktem Zusammenhang mit der bedeutenden Wallfahrt zum Neukirchener Gnadenbild zu sehen, die eine rege Nachfrage nach religiöser Gebrauchsmalerei mit sich brachte. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts betrieben die Malerfamilien Wittmann und Stoiber die Hinterglasmalerei vier Generationen lang. Sie entwickelten einen eigenen Malstil, der heute unter der zusammenfassenden Bezeichnung „Neukirchener Schule“ bekannt ist.

Hinterglasbild
Die Ausstellung wird im Rahmen des grenzüberschreitenden Projekts „made in Cham | made in Klatovy“ präsentiert, das gemeinsam vom Museumsreferat des Landkreises Cham und dem Muzeum Dr. Hostaš in Klattau/Klatovy durchgeführt wird. Das Projekt wird von der Europäischen Union als Ziel-3-Projekt gefördert und beleuchtet Geschichte und Geschichten von Spezialprodukten aus den Regionen Cham und Klattau.

Die Ausstellung kann bis 15. September besichtigt werden.

Wallfahrtsmuseum Neukirchen b.Hl.Blut
Marktplatz 10 93453 Neukirchen b. Hl. Blut
www.wallfahrtsmuseum.de

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag    9 – 12 u. 13 – 17 Uhr
Samstag, Sonntag     10 – 12 u. 13 – 16 Uhr

Gudrun Linn: Historische Textilien (Okt. 2012 - 07. April 2013)

Christliche Motive, gestickt auf historischen Textilien aus der Sammlung von Gudrun Linn, präsentiert das Neukirchener Wallfahrtsmuseum ab Donnerstag, 18. Oktober 2012.

Auch die Facette der christlichen Motive aus der umfangreichen Sammlung gewährt einen Einblick in das Leben und Wirken von Mädchen und Frauen der vergangenen zwei Jahrhunderte und zeigt die Produkte fleißiger weiblicher Hände. Zur Ausbildung der Mädchen, ob zu Hause oder in der Schule, gehörte das Erlernen der verschiedenen  Handarbeitstechniken, wie schmückende Nadelarbeit, Nähen, Flicken, Stricken, Häkeln und Vieles mehr. Diese Techniken wurden an einem Mustertuch erlernt und geübt, das später als „Nachschlagewerk“ diente.

KelchAuf vielen der in Süddeutschland und Österreich entstandenen Stickmustertüchern sind christliche Motive dargestellt. Diese oft farbenfrohen Bilder und Buchstaben, auf kunstvoll mit Kreuz-, Platt- oder Stielstich bestickten Tüchern, waren die Vorlagen für das Besticken von Überhandtüchern, Wandbehängen, Altar-, Kelch-, Verseh- und Sargtüchern und Votivbildern.
Ein Verseh- oder Sterbetuch war fester Bestandteil der Aussteuer und fehlte in keinem katholischen Haushalt. Bestickte Fronleichnamstücher schmückten die Fenster frommer Bürger, an deren Häusern die Prozession vorbei ging. Auch Heiligen- und Marienbilder für den Herrgottswinkel, sowie Schutzengelbilder über dem Bett, wurden, meist nach käuflichen Vorlagen, in Gobelinstich gestickt. Diese Gobelinstickbilder fertigten Frauen auch in Heimarbeit zum Broterwerb. In vielen Haushalten war ein auf Lochkarton gestickter Haussegen zu finden. Gebete und Sprüche mit religiösem Inhalt zierten viele Wandbehänge. Die meisten der genannten Textilien waren für den Hausgebrauch bestimmt. Mädchen in Klosterschulen und Nonnen, aber auch Frauen, die der Kirche nahe standen, bestickten, mit viel Fleiß und meist mit rotem Garn, große und kleine Altartücher. In vielen Kirchen, wie auch in der Neukirchener Wallfahrtskirche, sind wunderbare gestickte Votivbilder zu sehen. Nicht zu vergessen die prachtvoll bestickten Kirchengewänder.

Jesukind

Gudrun Linn, Fachlehrerin für Textilarbeit, sammelt seit über 40 Jahren historische Textilien.

HerzDas Interesse für dieses Sammelgebiet wurde früh geweckt, durch zwei Stickmustertücher aus dem zaristischen Russland, die von ihrer Ururgrossmutter als Kind gestickt wurden. Während des Studiums zur Fachlehrerin für Textilarbeit wurde die Sammelleidenschaft durch das Verfassen der Facharbeit mit dem Thema „Mustertuch“ angefacht. Es gab kaum einen Flohmarkt in und um Deutschland, der nicht besucht wurde. Jetzt macht das Internet das Sammeln leichter. Die Sammlung umfasst inzwischen weit über tausend Exponate, die zwischen 50 und 250 Jahre alt sind. Fein säuberlich zwischen Seidenpapier und Mottenstrips liegen die Sammelobjekte in Mappen, Schachteln, Schubladen, Truhen und Schränken. Etliche haben aber auch, im Rahmen hinter Glas, ihren Platz gefunden.

Der Lebenstraum der Sammlerin ist es, die Sammlung in einem Museum ständig präsentieren zu können. Diesem Ziel ist sie mittlerweile sehr nahe. Im kommenden Jahr wird Gudrun Linn in Blaibach das Museum „Frauenfleiß“ eröffnen.

Geschichte des Drahtseils (28. Sept. - 07. April 2013)

Ausstellung zur Geschichte des Drahtseils im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut

Neukirchen b. Hl. Blut und Příbram haben nicht nur die Gemeinsamkeit, dass sie berühmte Wallfahrtsorte sind – die dortigen Museen arbeiten seit Jahren eng zusammen und für beide Orte hat die Erfindung des Drahtseils eine wichtige Bedeutung: in Příbram für den Bergbau und am Neukirchener Hausberg wurde vor vierzig Jahren die Hohenbogenbahn eröffnet. Aus diesem Anlass präsentiert das Wallfahrtsmuseum ab Freitag, 28. September eine Ausstellung zur Geschichte des Drahtseils, die vom Bergbaumuseum Příbram zusammengestellt wurde.

Drahtseilfabrik


Die Erfindung des Drahtseils durch Oberbergrat Wilhelm August Julius Albert (1787 – 1846) in Clausthal im Harz war Mitte des 19. Jahrhunderts auf dem Gebiet des Bergbaus eine bahnbrechende Neuerung. Das „Albertseil“ bestand aus 12 Drähten. Dabei bildeten immer vier Drähte eine Litze und drei Litzen ergaben ein Seil. Die Drahtseile wurden anfangs von Hand hergestellt. Die Drähte bzw. Litzen wurden in einen Schraubstock eingespannt und zu einem Seil gedreht. Durch die Nutzung des Drahtseils konnten im Bergbau größere Fördertiefen erreicht werden. Das Drahtseil verbreitete sich rasch weltweit und kam auch im Příbramer Erzrevier Birkenberg zum Einsatz, das damals zu den bedeutendsten und modernsten Erzrevieren in der österreichischen Monarchie gehörte. Schließlich entstand 1853 auch in Příbram eine erste Drahtseilmanufaktur. Später erfolgte der Antrieb der Maschinen mittels Dampfmaschine, ab den 1920er Jahren durch Elektromotoren. 1875 wurden in Příbramer Fabrik über 80 Kilometer Drahtseil hergestellt. Als staatliche Drahtseilfabrik war sie bis 1964 in Betrieb.

Bau der Hohenbogenbahn


Die Ausstellung beschreibt Erfindung, die Herstellung und die Nutzung des Drahtseils, nicht nur im Bergbau, sondern später auch für Baumaschinen, Seilbahnen und Brücken und in der Architektur. Vor vierzig Jahren, 1972, wurde die Doppelsesselbahn am Neukirchener Hausberg Hohenbogen eröffnet. Die Seilbahnlänge beträgt 1358 Meter, der Seil-Durchmesser 31 Millimeter.
Die Ausstellung kann bis Anfang April 2013 besichtigt werden.

Kulturschätze in Bayern und Böhmen (28. März - 16. Sept. 2012)

Das Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut präsentiert ab 28. März eine neue Ausstellung. Auf über 80 zweisprachigen Ausstellungsfahnen werden bedeutende Kulturschätze im Regierungsbezirk Oberpfalz und der Region Pilsen sowie einige Museumseinrichtungen in Niederbayern vorgestellt. Sie sollen Interessierte zu Ausflügen zu diesen herausragenden kulturellen Zielen in Bayern und Tschechien anregen. Neben Burgen, Schlössern, herrlichen Parkanlagen und historischen, denkmalgeschützten Stadtzentren werden Museen, Theater und Feste in Bayern und Tschechien vorgestellt. Die Ausstellung wurde vom Centrum Bavaria Bohemia Schönsee zusammengestellt und kann bis 16. September im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut besichtigt werden. Die Kulturschätze sind im zweisprachigen Kulturportal www.bbkult.net veröffentlicht. Ziel des Ausstellungsprojektes ist es, die beiden Nachbarseiten kulturell noch stärker zu verzahnen und den grenzüberschreitenden Kulturtourismus zu verstärken.

Kulturschätze Bayern-Böhmen

Kulturschätze Bayern-Böhmen, Chammünster

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