bayerischer wald 

WallfahrtsmuseumIn regelmäßigen Abständen finden im Wallfahrtsmuseum von Neukirchen b.Hl.Blut interessante Sonderausstellungen statt.


>>>>> aktuell ist das Museum bis 20. Dezember 2020 geschlossen!

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 9 bis 12 und 13 bis 17 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage: 10 bis 12 und 13 bis 16 Uhr.

Sonderöffnungszeiten:
Faschingsdienstag von 9 - 12 Uhr
Karfreitag von 10 - 12 Uhr
Allerheiligen, 1. November von 10-12 Uhr
2. November bis einschl. 15. Dezember > montags von 9-13 Uhr, di-fr von 9-12 und 13-17 Uhr

Heiligabend, 24 Dezember von 10-12 Uhr
Silvester, 31. Dezember von 10-12 Uhr

In Böhmen und Mähren geboren – bei uns (un)bekannt? Zwölf ausgewählte Lebensbilder

joomla wamus sa böhmen und mähren sept.2020Wussten Sie, dass Ferdinand Porsche, Konstrukteur des VW-Käfers, aus Böhmen kam? Oder dass Otfried Preußler, der Autor von „Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“, in Reichenberg (Liberec) in der damaligen Tschechoslowakei geboren wurde? Die Wanderausstellung „In Böhmen und Mähren geboren – bei uns (un)bekannt?“ stellt zwölf prominente deutschsprachige Persönlichkeiten aus den böhmischen Ländern vor. Texte und Fotografien verweisen auf die Wurzeln und auf Spuren, die sie hinterlassen haben, und darauf, wie ihrer heute vor Ort gedacht wird.
Es handelt sich dabei nicht um ausführliche Biografien, thematisiert werden persönliche Bezüge und Bindungen an ihre Heimat Böhmen und Mähren, die sehr unterschiedlich ausgeprägt waren. Manche verbrachten ihr ganzes Leben dort, einige nur wenige Jahre. Prägende Eindrücke hat diese Zeit jedoch bei allen hinterlassen. So hat uns z. B. Adalbert Stifters Werk die schöne Natur des Böhmerwalds vor Augen geführt und auch Otfried Preußlers Kinderbücher wären ohne die Sagenwelt des nordböhmischen Isergebirges undenkbar. Weite Teile der in Brünn (Brno) erzielten Forschungsergebnisse Gregor Mendels sind bis heute für die Genetik unverzichtbar, und Sigmund Freuds Kindheitserlebnisse in seinem mährischen Geburtsort Freiberg (Příbor) fließen auch in seine Psychoanalyse mit ein. Die Zusammenstellung von biografischen Texten und Fotografien möchte dazu beitragen, auf Gemeinsamkeiten, Zusammenhänge und Wechselwirkungen in der Kulturgeschichte dieser Länder hinzuweisen.
Folgende Persönlichkeiten werden vorgestellt: Adalbert Stifter, Johann Gregor Mendel, Marie von Ebner-Eschenbach, Bertha von Suttner, Sigmund Freud, Gustav Mahler, Karl Kraus, Rainer Maria Rilke, Ferdinand Porsche, Franz Kafka, Oskar Schindler, Otfried Preußler.

Weitere bekannte Persönlichkeiten werden in Kurzdarstellungen aufgeführt.

Ausstellungskonzeption: Wolfgang Schwarz

Eine Ausstellung des Kulturreferenten für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein
Literaturhinweis: Wolfgang Schwarz: In Böhmen und Mähren (un)bekannt? Zwölf ausgewählte Lebensbilder. Adalbert Stifter Verein, München 2009

Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut vom 24.09.–06.11.2020, verlängert bis 31.01.2021

Waldwesen – Engelwesen. Die Botschaft im Holz.

Arbeiten von Elfriede Winter im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut.

Zerrissen, abgesplittert, als Abfallholz zerhackt, bewahrt jedes auch noch so kleine Teil(chen) die Schönheit eines gewachsenen, lebenden Baumes. Beim Streifen durch den Wald findet man unendlich viele dieser minimalen Zeugen eines großen Ganzen. Zusammengefügt, ohne sie in sich zu verändern, erzählen sie mit der Lebendigkeit ihrer schwingenden Linien, der Bewegung und dem Rhythmus ihrer Strukturen, ihrer Vielfalt der Holzfarbigkeit vom Wesen und von der Schönheit des lebenden Holzes und fabulieren eine Welt der tänzerischen Traum- und Fabelwesen; der Gnome und Engel. Sie führen uns vor Augen, was der griechische Philosoph Heraklit ausgesagt hat: „Alle Dinge sind voller Seele und voller Geister.“

Elfriede Winter studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Düsseldorf Philosophie, Kunstgeschichte sowie Malerei bei Prof. Macketanz und Prof. Beuys. 1973 zog sie nach Bayern und unterrichtete bis zum Jahr 2000 am Benedikt-Stattler-Gymnasium in Bad Kötzting Kunsterziehung. Viele Jahre war sie als Kostüm- und Bühnenbildnerin für Johannes Reitmeier tätig. Elfriede Winter lebt und arbeitet in Drachselsried.

Die Ausstellung kann bis 30. August 2020 besichtigt werden.

 

„Im Gnadenorte hab ich an dich gedacht…“ – Andachtsbildchen und Andenken von Wallfahrtsstätten in Böhmen (bis Ende 2020)

joomla museum sonderausstellung2018 Foto Böhmen Wallfahrten„Im Gnadenorte hab ich an dich gedacht Und dir dieses Andenken mitgebracht“, ist auf der Rückseite eines gedruckten Andachtsbildchens aus dem nordböhmischen Wallfahrtsort Mariaschein (Bohosudov) zu lesen. Die neue Ausstellung präsentiert Exponate zu fast 40 Wallfahrtsstätten im benachbarten Böhmen. Vorgestellt werden berühmte Wallfahrten wie die zur Příbramer Muttergottes, zum Hl. Nepomuk oder zum Prager Jesulein, aber auch weniger bekannte Pilgerziele. Es werden fast 300 Andachtsbildchen sowie Holz-Skulpturen, Porzellanfiguren, Souvenirs und Andenken wie Tassen oder Klappbildchen zum Aufstellen gezeigt. Eine besondere Rarität sind die ausgestellten Stempel zum Prägen von Wallfahrtsmedaillen. Alle Ausstellungsobjekte entstammen einer umfangreichen Spezialsammlung, die dem Wallfahrtsmuseum von privat überlassen wurde.

Die meisten Wallfahrten in Böhmen entstanden im Zuge der Rekatholisierung in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Vor allem die Marienverehrung nahm einen großen Aufschwung. Eine Hochblüte erlebte das Wallfahrtswesen in Böhmen von der Barockzeit an bis weit ins 18. Jahrhundert hinein. Immer wieder aber wurden die Wallfahrten durch religiöse Auseinandersetzungen und hemmende Einflüsse der staatlichen Obrigkeit eingeschränkt. Bereits die beginnende Entwicklung der böhmischen Wallfahrten wurde durch die Hussitenbewegung im 15. Jahrhundert unterbrochen. Einen entscheidenden Rückschlag erlitt das Wallfahrtswesen durch die massiven Restriktionen von Kaiser Joseph II., der Ende des 18. Jahrhunderts mit staatlichen Verboten gegen die Wallfahrten vorging. Weitere Einschränkungen brachten der Zweite Weltkrieg und danach der Druck gegen die katholische Kirche, der ein öffentliches kirchliches Leben und damit auch Wallfahrten weitgehend zum Erliegen brachte. Seit der neuen Religionsfreiheit 1989 erholt sich das Wallfahrtswesen wieder.

Die Ausstellung kann bis Ende des Jahres 2020 im Wallfahrtsmuseum besichtigt werden.

Passion ohne Grenzen

Krippen aus Böhmen - die Krippensammlung des Ludolf Stegherr

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Ludolf Stegherr aus Regensburg war ein begeisterter Sammler von Hinterglasbildern, Ölgemälden und insbesondere von Krippen.

Der private Krippenfundus galt lange Zeit als Geheimtipp für Begeisterte und Freunde der böhmischen und mährischen Krippenkunst. Erstmalig wird ein Teil dieser einzigartigen Zusammenstellung als Leihgabe seiner Tochter Gabriele Neumaier der Öffentlichkeit im Wallfahrtsmuseum Neukirchen beim Hl. Blut präsentiert. Vorwiegend handelt es sich um sogenannte "Grulich-Krippen" mit geschnitzten Holzfiguren, die bekannt sind für figurenreiche Kompositionen, in denen facettenreich und farbenfroh die Menschheit zum Gottessohn pilgert. Neben typischen weihnachtlichen Ereignissen wie "Hirten- und Königsanbetung" werden auch die "Flucht nach Ägypten" und Passionskrippen gezeigt. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung sind Papierkrippen, die durch ihre feine Ausarbeitung und die große Anzahl an Figuren den Betrachter fesseln.

Ausstellung im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b.Hl.Blut vom 6. Dezember 2019 bis 2. Februar 2020 (Text: Dr. Maria Baumann)

 

600 Jahre Gnadenbild in Neukirchen b.Hl.Blut

600 jahre Brunnen FotoGünther Bauernfeind   600 jahre Fahne FotoGüntherBauernfeind  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Am Samstag vor Martini 1419…“

Das Gnadenbild der Wallfahrt Neukirchen b. Hl. Blut, eine geschnitzte und gefasste Marienfigur, stammt nach der gängigen Legendenfassung aus Loučim/Lautschim in Böhmen, gut 20 Kilometer von Neukirchen entfernt. Das Jubiläumsdatum 1419 wird aus der Loučimer Legenden-Version abgeleitet. In einem „Notandum“ im „Liber memorabilium“ in Loučim/Lautschim ist unter 1772 eingetragen, dass das Neukirchener Gnadenbild früher in Loučim verehrt worden sei. Es stand in der Kirche von Loučim und sei während der Hussitenkriege entfernt und nach Neukirchen gebracht worden sein: „Frau Susanna Halada begab sich nun im Verein mit mehreren Personen auf die Suche, um einen geeigneten Platz zu finden. Sie suchten lange, bis sie auf bayerischem Boden eine alte hohle Linde entdeckten, die ihnen zu einem Versteck als geeignet erschien. Am Samstag vor Martini 1419 wurde vor der Mutter Gottes der letzte Gottesdienst gehalten.“

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