bayerischer wald 

WallfahrtsmuseumIn regelmäßigen Abständen finden im Wallfahrtsmuseum von Neukirchen b.Hl.Blut interessante Sonderausstellungen statt.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 9 bis 12 und 13 bis 17 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage: 10 bis 12 und 13 bis 16 Uhr.

Sonderöffnungszeiten:
Faschingsdienstag von 9 - 12 Uhr
Karfreitag von 10 - 12 Uhr
Allerheiligen, 1. November von 10-12 Uhr
2. November bis einschl. 15. Dezember > montags von 9-13 Uhr, di-fr von 9-12 und 13-17 Uhr

Heiligabend, 24 Dezember von 10-12 Uhr
Silvester, 31. Dezember von 10-12 Uhr

" Schutzpatrone im Bauernhaus " (vom 10. April 2003 bis 21. März 2004)

Sonderausstellung "Schutzpatrone im Bauernhaus"

Nationalmuseum Prag (Historisches Museum, Abteilung Volkskunde) präsentiert neue Ausstellung im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut


Das Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut gilt als federführend, was die Zusammenarbeit mit tschechischen Museen betrifft. Als weiterer großer Erfolg darf die neue Sonderausstellung gewertet werden, die von 10. April bis 21. März 2004 gezeigt wird und aus Beständen des Nationalmuseums Prag bestückt wird.

Ich bin niemandem verpflichtet
nur dem Herrgott
dem Johann von Nepomuk
meinem lieben Patron....

Volkslied aus Böhmen

Die Volksfrömmigkeit prägte nicht nur die Glaubensvorstellung, sondern nahm auch deutlichen Einfluß auf die Entwicklung der bildenden Kunst und der Volkskunst. Der Volkskünstler ahmte die Stilkunst nach und paßte sie durch gewisse Verkürzungen und Vereinfachungen seinem Geschmack an. Im Barockstil wurden Statuen und Gemälde von Heiligen angefertigt, deren legendäres und beispielhaftes Leben die Moral des gläubigen Menschen beeinflussen sollte. Die Verbindung von Glaube und Kunst fand ihren Weg in das kleinste Dorf und Haus.Die Schönheit des Barockstils belebte und durchdrang das ganze Land und das ganze Volk.

Die Verehrung der Schutzheiligen, denen vom Volk großer Einfluß auf verschiedenste Lebensbereiche zugeschrieben wurde, äußerte sich darin, dass die Gläubigen sich mit Gemälden und Statuen umgaben und dass sie solche Gemälde und Statuen an wichtigen Stellen platzierten. Neben dem Schutz der Wohnung erachtete man es auch als notwendig, den äußeren Schutz des Hauses, des Dorfes, der Kirche und der Straße zu gewährleisten.

Weitere Lebensbereiche die in der Ausstellung mit Patronen präsentiert werden: "Wohlstand und Gesundheit", "Landwirtschaft", "Handwerk", "Naturkatastrophen - Feuer - Wasser - Blitzschlag"



Krug mit Darstellung der Heiligen Katharina, Patronin der Müller, Wagner, Spinnweber.

Fayence, datiert 1798, Monogramm „M.B.“

Mähren, Höhe 22,5 cm

 

Heiliger Laurentius. Patron der Köche, Brauer, Feuerwehrleute.

Mehrfarbig gefasste Holzschnitzerei. Böhmen, Ende 18. Jh.

Höhe 39 cm

 

 

Teller mit Abbildung des Heiligen Johannes Nepomuk.

Fayence, Mähren, Velká Bítěš, datiert 1854, signiert „F.Z.“

Durchmesser 31 cm

 



Die Heiligen wurden als Mittler zwischen den Menschen und Gott angesehen. Sie gelten als Helfer und Heiler bei verschiedenen Sorgen und Krankheiten. Es setzte sich die Vorstellung durch, dass in bestimmten Anliegen die Anrufung spezieller Heiliger besonders wirksam ist. Zu dieser Gruppe gehören die Heiligen 14 Nothelfer (Georg, Blasius, Erasmus, Pantaleon, Veit, Christophorus, Dionysius,  Cyriakus, Achatius, Eustachius, Ägidius, Margareta, Barbara, Katharina) und die Heiligen Rochus, Sebastian, Rosalia, Apollonia und weitere. 


Heiliger Wenzel. Patron der Weinbauern, Brauer. Mehrfarbig gefasste Holzschnitzerei.
Böhmen, um 1800. Höhe 29,5 cm


Die nationale und religiöse Tradition zeigt natürlich Unterschiede in Abhängigkeit von den lokalen und kulturellen Bedingungen.

Einer der wesentlichen Züge böhmischer Volksfrömmigkeit in der Barockzeit war der Kult der böhmischen Landespatrone, der Schutzheiligen des Landes und der Kirche. Der Nationalschutzheilige Wenzel wurde mehr in Böhmen, die Heiligen Cyrillus und Methodius mehr in Mähren verehrt.


Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Konzept und Texte:
PhDr. Alena Vořišková und PhDr. Helena Mevaldová,
Nationalmuseum Prag, Historisches Museum, Abteilung für Volkskunde

Gefördert im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative
INTERREG III A und EFRE
                           

" Raritäten und religiöse Kunstschätze " (vom 04. Juni 2003 bis 14. März 2004)

Sonderausstellung "Raritäten und religiöse Kunstschätze aus der Pfarrei Neukirchen b. Hl. Blut"

Das Wallfahrtsmuseum erarbeitete diese Ausstellung anläßlich des 550-jährigen Jubiläums der Neukirchener Wallfahrt.


Die Exponate wurden (überwiegend) aus Privathäusern innerhalb des Pfarrsprengels zusammengetragen. Besonderer Wert wurde auf Arbeiten der Neukirchener Meister, der Hinterglasmaler und Schnitzer gelegt.

Die ausgestellten Hinterglasbilder der „Neukirchener Schule“ stammen größtenteils aus der überregional bekannten Haibühler „Stoiber-Werkstatt“.

Ebenso interessant sind aber auch die Hinterglas- und Ölbilder des „Schlossermalers“ Josef Kuchler (1874 – 1948), der als Enkel von Jakob Stoiber (1819 – 1893) schließlich die Haibühler Werkstatt übernahm und nach Lam verlegte. Zum Vergleich sind in dieser Ausstellungseinheit Hinterglasbilder von Josef Weber (1896 - 1977 Roding) zu sehen, eines weiteren Enkels von Jakob Stoiber.

Die präsentierten Schnitzarbeiten sind nicht eindeutig bestimmten Meistern zuzuordnen; in Neukirchen b. Hl. Blut waren im 18. und 19. Jahrhundert mehrere Schnitzerfamilien tätig (Pongratz, Zirnkilton, Weber, Schober). Zweifelsfrei festzulegen sind allerdings die neun ausgestellten sogenannten „Jakoberl-Kreuze“, die zwischen 1850 und 1950 in der Werkstatt Weber entstanden.

Der Hausname „beim Jakoberl“ leitet sich vom Begründer der Werkstatt, Jakob Weber (1787 – 1856), ab.

Die „Jakoberl-Kreuze“ sind oft von Ranken, Blättern und Trauben umwunden; der Christus-Corpus ist erkennbar an den ausgeprägten Gesichtsformen und an den überdimensionalen, nach außen gedrehten Fersen.

Das Wallfahrtsmuseum bedankt sich bei allen Leihgebern!

" Glaube - Hoffnung - Liebe " (vom 18. Mai 2002 bis April 2003)

Sonderausstellung " Glaube – Hoffnung – Liebe "

Devotionalien des Biedermeier aus dem Kunstgewerbemuseum Prag
18. Mai 2002 bis April 2003



Konzeption: Dr. Radim Vondráček, Kunstgewerbemuseum Prag

Im Lebensgefühl des mitteleuropäischen Biedermeier mischt sich bürgerliche Bodenständigkeit und Diesseitigkeit mit Erhabenem und Sakralem. Die Präsenz des Sakralen wird dem bedrohenden sittlichen und gesellschaftlichen Chaos und Nihilismus entgegengesetzt. Sie soll zur Überwindung der Leidenschaften des Lebens beitragen und die für das Biedermeier kennzeichnende Balance zwischen Ideal und Wirklichkeit wiederherstellen.

Die Ausstellung versucht, die Aspekte der bürgerlichen Religiosität darzustellen, die vor allem das Privatleben in Familie und Ehe als Basis jeglicher gesellschaftlicher Ordnung prägten und die uns in Kunst und Kunsthandwerk der Biedermeierzeit ca. 1815 - 1848 begegnen.
 
  Der Freundschafts- und Familienkult führte zu einer unerwarteten Blüte der Souvenirproduktion, die ihrerseits zur Entwicklung anspruchsvoller Glasveredelung und Porzellanmalerei sowie neuer Formen der Beglückwünschung beitrug.

Zu den charakteristischen Symbolen des neuen Lebensgefühls wurden die all-gemein verständlichen Attribute der drei theologischen Tugenden (Glaube, Hoffnung und Liebe). Die Ausstellung präsentiert Beispiele dieser beliebten Symbolik aus verschiedenen Kunstbereichen und Kunsttechniken. Den Schwerpunkt bilden Glas- und Porzellanarbeiten aus böhmischen Werkstätten.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitkatalog.

" Blechspielzeug " (vom 29. Nov. 2001 bis 2002)

Clowns und Affen, Tänzer und Kofferträger
Ausstellung mit beweglichem Blechspielzeug im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut


Affen, die klettern, die in die Hände klatschen oder trommeln; Elefanten und Kamele; turnende Clowns: ein Zirkus kommt in die Stadt! Nein!


Die Tänzerinnen des Balletts schwingen ebenso das Tanzbein wie die Gäste. Nebenan messen sich zwei Gentlemen im Billard: wir sind in einer Bar! Nein! Der Zug rollt ein, Kofferträger schleppen, der Zeitungsjunge schreit, Motorräder rollen an: am Bahnhof! Nein: Im Walfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut wird ab 29. November die sehenswerte Ausstellung mit etwa 300 historischen Spielzeugfiguren aus Blech präsentiert. Spielsachen, die das Kinderherz wohl ebenso erfreuen dürften wie das von Mama und Papa, von Oma und Opa und das eines Sammlers sowieso.

Gekauftes Spielzeug war noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts für viele Kinder ein unerreichbarer Traum. Nur jedes fünfte Kind bekam Spielsachen geschenkt - zum Geburtstag oder an Weihnachten.

Die ersten serienmäßigen Spielsachen waren meist verkleinerte Luxus-, aber auch Gebrauchsgegenstände aus der Erwachsenenwelt, umso interessanter, wenn sie sich bewegten oder gar "richtig" funktionierten.

In der Ausstellung zeigt ein Film den Großteil der Blechspielzeuge in Aktion. Faszinierend, lustig bisweilen die Bewegungsabläufe, die teils mit einfachsten Mitteln, manchmal aber auch mittels komplizierter Mechanismen erzielt werden.

Texte und Abbildungen erläutern die Antriebsfunktionen und informieren über Historisches und Wissenswertes zu den beweglichen Spielsachen aus Blech, die jetzt eine "Spielwiese" für Sammler sind.

Öffnungszeiten ganzjährig:
Dienstag bis Freitag 09.00 – 12.00 und 13.00 – 17.00 Uhr
Samstag, Sonntag 10.00 – 12.00 und 13.00 – 16.00 Uhr
Marktplatz 10  -  93453 Neukirchen b. Hl. Blut
Tel.: 0 99 47 / 94 08 - 23 Fax: 0 99 47 / 94 08 - 44

" Weihnachtskrippen aus Příbram " (vom 28. Nov. 2002 bis 23. Feb. 2002)

Sonderausstellung "Weihnachtskrippen"

Weihnachtskrippen aus Příbram im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut


Im Wallfahrtsmuseum werden ab 28. November 2002 Krippen, Krippenteile und einzelne Figuren im Rahmen einer Sonderausstellung präsentiert. Die Ausstellungsstücke stammen aus  Beständen des Bezirksmuseums Příbram und des Vereins Přibramer Krippenbauer.




Die Ausstellung stellt den Besuchern typische Bergwerkskrippen aus der Region Přibram vor. Präsentiert werden historische Krippen, aber auch zeitgenössische Arbeiten der Přibramer Krippenbauer. Die Krippen unterscheiden sich in Alter, verwendetem Material und bildkünstlerischer Ausarbeitung. Eines aber bleibt allen gemeinsam – das Bestreben nach originalgetreuer, aber trotzdem einzigartiger, nicht traditioneller Darstellung des berühmten biblischen Geschehens in Bethlehem.
Aus bildhauerischer Sicht gibt es zwei  Krippenarten. Einerseits sind das die sogenannten „Schreinkrippen“, in der Regel von kleineren Abmessungen. Sie wurden für den Verkauf, manchmal auch in Serie, produziert. Besonders interessant sind die größeren, mehrstöckigen Krippen mit einer großen Anzahl von Mensch- und Tierfiguren sowie einer eindrucksvollen Stadtkulisse, die für die Přibramer Krippentradition typisch geworden sind. Sie wurden in erster Linie zum Vergnügen der Erbauer und ihrer Freunde gebaut.   

Die Krippenensembles werden ergänzt durch die Ausstellung einzelner Figuren aus  verschiedenen Materialien.


  Typisch sind etwa die sogenannten „chlebáci“ - kleinere Krippenfiguren, die aus Brotteig (chleb = Brot) angefertigt wurden. Die Teigmasse besteht aus Roggenmehl, Sägemehl, Gips und Leimwasser und wurde in Formen aus Schiefer oder gebranntem Ton gepresst. Auch solche Formen (Modeln) sind in der Ausstellung zu sehen. Die Figuren wurden schließlich mit Leimfarben koloriert und lackiert. Gedrechselte Figuren tauchten in Přibram erstmals um 1900 auf. Sie waren farbig gefasst, die Hüte wurden aus Pappe, andere Teile (Hände, Haare, Tücher, Geschenke usw.) aus Brotmasse hergestellt.


In der Weihnachtszeit wurden sie als selbständige Krippeneinheiten verwendet, im Jahreslauf dienten sie oft den Kindern als Spielzeug.

Einer besondere Betrachtung Wert sind ausgestellten Arbeiten zeitgenössischer  Krippenbauer aus Přibram. Hier werden nicht nur individuell gestaltete Holzkrippen vorgestellt, sondern auch Krippen, die offensichtlich durch traditionelle Přibramer inspiriert wurden.

Die Ausstellung bietet einen Überblick über die Werke der Volksschnitzer und Krippenbauer von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.

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