bayerischer wald 

WallfahrtsmuseumIn regelmäßigen Abständen finden im Wallfahrtsmuseum von Neukirchen b.Hl.Blut interessante Sonderausstellungen statt.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 9 bis 12 und 13 bis 17 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage: 10 bis 12 und 13 bis 16 Uhr.

Sonderöffnungszeiten:
Faschingsdienstag von 9 - 12 Uhr
Karfreitag von 10 - 12 Uhr
Allerheiligen, 1. November von 10-12 Uhr
Heiligabend, 24 Dezember von 10-12 Uhr
Silvester, 31. Dezember von 10-12 Uhr

November Sa und So geschlossen.

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WeltSpielZeug

joomla sa wamus WeltSpielZeug Hubschrauber aus Dosenblech

24. März bis 25. September 2022, verlängert bis 26. Februar 2023 - Die neue Sonderausstellung im Wallfahrtsmuseum

Die Kinderrechtsorganisation Plan International ist ab 24. März zu Gast im Wallfahrtsmuseum und präsentiert in ihrer Ausstellung rund 200 selbst gefertigte Spielsachen von Kindern aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Da tummeln sich Flaschen-Segler und Blätter-Puppen, Flugzeuge oder Hubschrauber aus Dosenblech und Autos aus Draht, auch ideenreich gestaltete Tiere, Fußbälle, Musikinstrumente, Häuser oder Geräte des Alltags haben Kinder aus Natur- und Reststoffen gefertigt. Die ungewöhnlichen Spielsachen von drei Kontinenten stammen aus 30 Ländern, in denen Plan International tätig ist, um Mädchen und Jungen gleichberechtigt zu fördern.

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Grenzüberschreitende Ausstellungsarbeit des Wallfahrtsmuseums

Das Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut pflegt seit drei Jahrzehnten gute Kontakte zu Museen in der Tschechischen Republik. Mit dem Landeskundlichen Museum Dr. Hostaš in Klatovy besteht derzeit eine intensive Zusammenarbeit. Das Wallfahrtsmuseum ist assoziierter Partner im ETZ-Projekt „Traditionelle Volkskultur in den Regionen Klatovy und Cham“, durchgeführt vom Landeskundlichen Museum Dr. Hostaš Klatovy (Leadpartner) und dem Kulturreferat des Landkreises Cham. Es werden zwei Ausstellungen vorbereitet: im Freilichtmuseum Chanovice und im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut. Ab Ende 2022 wird die Sonderschau zur traditionellen Volkskultur im Wallfahrtsmuseum im Ausstellungsraum „Böhmen“ zu sehen sein. Das ETZ-Projekt wird gefördert von der Europäischen Union, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung.

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Abbildung: Die Projektpartner des ETZ-Projektes aus dem Wallfahrtsmuseum und dem Museum Klatovy beim Herrn Drhovsky, einem Hersteller traditionellen böhmischen Holzspielzeugs, Juni 2022, Foto: Jiří Franc

Das Wallfahrtsmuseum unterstützt außerdem aktuell, zusammen mit der Kath. Pfarrkirchenstiftung Neukirchen b. Hl. Blut, die Bayerisch-Tschechische Landesausstellung „Barock in Bayern und Böhmen“, die das Haus der Bayerischen Geschichte und das Tschechische Nationalmuseum Prag für 2023/24 gemeinsam für die Ausstellungsorte Regensburg und Prag vorbereiten, mit Leihgaben. Mit dem Nationalmuseum Prag hat das Wallfahrtsmuseum in der Vergangenheit schon mehrfach kooperiert.

Noch bis zum Ende der Sommerferien haben Besucher:innen im Wallfahrtsmuseum Gelegenheit, beim Rundgang durch das Museum ganz nebenbei die Sprache des Nachbarlandes zu entdecken und ein paar Begriffe auf Tschechisch einzuüben. Die an Ausstellungsobjekten orientierten Alltagsbegriffe reichen von „Krone | koruna“ bis „Bier | pivo“ und von „Schloss | zámek“ bis „Fußball | fotbal“. Der Tschechisch-Rundgang wurde unterstützt durch Jana Dirriglová, Koordinatorin für grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Aktionsbündnis Künisches Gebirge.

„Im Gnadenorte hab ich an dich gedacht…“ – Andachtsbildchen und Andenken von Wallfahrtsstätten in Böhmen

joomla museum sonderausstellung2018 Foto Böhmen Wallfahrten„Im Gnadenorte hab ich an dich gedacht Und dir dieses Andenken mitgebracht“, ist auf der Rückseite eines gedruckten Andachtsbildchens aus dem nordböhmischen Wallfahrtsort Mariaschein (Bohosudov) zu lesen. Die neue Ausstellung präsentiert Exponate zu fast 40 Wallfahrtsstätten im benachbarten Böhmen. Vorgestellt werden berühmte Wallfahrten wie die zur Příbramer Muttergottes, zum Hl. Nepomuk oder zum Prager Jesulein, aber auch weniger bekannte Pilgerziele. Es werden fast 300 Andachtsbildchen sowie Holz-Skulpturen, Porzellanfiguren, Souvenirs und Andenken wie Tassen oder Klappbildchen zum Aufstellen gezeigt. Eine besondere Rarität sind die ausgestellten Stempel zum Prägen von Wallfahrtsmedaillen. Alle Ausstellungsobjekte entstammen einer umfangreichen Spezialsammlung, die dem Wallfahrtsmuseum von privat überlassen wurde.

Die meisten Wallfahrten in Böhmen entstanden im Zuge der Rekatholisierung in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Vor allem die Marienverehrung nahm einen großen Aufschwung. Eine Hochblüte erlebte das Wallfahrtswesen in Böhmen von der Barockzeit an bis weit ins 18. Jahrhundert hinein. Immer wieder aber wurden die Wallfahrten durch religiöse Auseinandersetzungen und hemmende Einflüsse der staatlichen Obrigkeit eingeschränkt. Bereits die beginnende Entwicklung der böhmischen Wallfahrten wurde durch die Hussitenbewegung im 15. Jahrhundert unterbrochen. Einen entscheidenden Rückschlag erlitt das Wallfahrtswesen durch die massiven Restriktionen von Kaiser Joseph II., der Ende des 18. Jahrhunderts mit staatlichen Verboten gegen die Wallfahrten vorging. Weitere Einschränkungen brachten der Zweite Weltkrieg und danach der Druck gegen die katholische Kirche, der ein öffentliches kirchliches Leben und damit auch Wallfahrten weitgehend zum Erliegen brachte. Seit der neuen Religionsfreiheit 1989 erholt sich das Wallfahrtswesen wieder.

Die Ausstellung kann im Wallfahrtsmuseum besichtigt werden.

Im Lande des Christkinds. Adventskalender aus der Sammlung Esther Gajek.

joomla neue sa Christkindleins Haus Adventskalender um 1925 Foto Esther Gajek redWeltweit größte Sammlung zu Gast im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut

Ausstellung 1. Dezember 2021 bis 2. Februar 2022

Gut hundertzwanzig Jahre ist es her, da erschien der erste gedruckte Adventskalender: 1902 in Hamburg, eine Weihnachtsuhr, 1904 in Stuttgart ein Bild mit 24 Szenen. Mit diesem Ausschneidebogen begann der Siegeszug eines Kalenders für die Tage vom 1. bis zum 24. Dezember: zuerst in Deutschland, dann in Westeuropa und inzwischen in vielen Ländern der Erde.

Aus der bedeutendsten Sammlung von Adventskalendern der Regensburgerin Esther Gajek wurden für die Ausstellung im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut aus über 3.000 Exemplaren etwa 80 alte, kostbare und interessante Stücke ausgewählt.

Von dem ersten Bild-Adventskalender „Im Lande des Christkinds“ über die „Weihnachtsuhr“ und die „Himmelsleiter“ spannt sich der Bogen über den nationalsozialistischen Adventskalender „Vorweihnachten“ und die „Verschneite Himmelsstadt“ der DDR bis in die Gegenwart zu Comicfiguren und zur Teddy-Weihnacht.

Türchenkalender sind genauso vertreten wie Zieh- und Steckkalender, Adventskapellen und große, dreidimensionale Exemplare mit Überraschungen - nicht zu vergessen die vielen Adventskalender mit Schokolade-Füllung, wie sie seit 1925 hergestellt werden.

Weißes Gold für geweihtes Wasser – Weihwasserkessel aus Porzellan

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In den ländlichen Anwesen hing das Weihwasserkesselchen neben der Stubentür und beim Verlassen der Stube bekreuzigte man sich mit dem wasserbenetzten Finger. Oftmals war darüber ein Armenseelentaferl platziert, das man dann ebenfalls kurz bespritzte, um zur Entsühnung der Armen Seelen im Fegfeuer beizutragen.

Sofern die Pandemie-Regelungen es zulassen, kann ab Karsamstag, 3. April, im Wallfahrtsmuseum eine neue, sehenswerte Ausstellung besichtigt werden. Vor zwei Jahren überließ eine Sammlerin aus Baden-Württemberg dem Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut 222 Weihwasserkesselchen als Schenkung. Jahrzehntelang hatte sie diese zusammengetragen, auf Flohmärkten entdeckt oder von Reisen mitgebracht. Die meisten der Weihbrunnkesserl sind aus Porzellan oder Biskuitporzellan, auch „weißes Gold“ genannt, und sie sind mit verschiedensten Motiven verziert, mal vollplastisch, mal als Relief, mal aufgedruckt. Gängige Darstellungen sind Marienfiguren, Christus am Kreuz, Herz Jesu und Herz Mariä, die Heilige Familie, die Heilige Dreifaltigkeit oder Schutzengel. In der Sammlung finden sich aber auch eher seltene Darstellungen wie die Geburt Christi, das Prager Jesulein oder Kinderfiguren.

Die Weihwasserkesselchen sind eine Bereicherung für das Museum. Sie wurden mittlerweile einzeln erfasst, nummeriert, vermessen, fotografiert und beschrieben. Ein Großteil kann jetzt präsentiert werden, ergänzt mit passenden Figuren, Andachtsbildchen, Drucken und Gemälden.

Weihwasser wird in der katholischen Kirche bei der Taufe und zur Segnungverwendet. Das Taufwasser wird in der Feier der Osternacht geweiht („Osterwasser“). Durch Besprengen mit Weihwasser sollen Personen und Gegenstände geschützt werden, daher auch die Redewendung „Etwas meiden (fürchten) wie der Teufel das Weihwasser“. An den Kircheneingängen befinden sich Gefäße mit Weihwasser, mit dem sich die Gläubigen beim Betreten und Verlassen der Kirche bekreuzigen, um an die Taufe zu erinnern. (Text: Günther Bauernfeind M.A.)

Die Ausstellung kann bis 5. November 2021 besichtigt werden.

 

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